Bildung

Alle Kinder bringen zwei Gaben mit auf die Welt: Die Neugier und die Phantasie.

Menschen lernen aus Neugier und Freude, weil sie jemandem gefallen möchten, später aus Interesse, Engagement, um Ziele zu erreichen oder weil sie hoffen, belohnt zu werden oder fürchten, sonst Nachteile zu erleiden. Durch Erfolgserlebnisse motiviert können sie schon in jüngeren Jahren Durststrecken wegstecken und verfolgen immer langfristigere Ziele.

Die Freude am Lernen hängt ab vom persönlichen Erfolg durch Lernen. Diesen Erfolg können Eltern fördern, indem sie dem Kind Geduld entgegenbringen, während es sich, vielleicht zunächst noch ungeschickt, um den Erfolg bemüht. Kinder möchten auf eigenen Beinen stehen und es hilft ihnen, wenn man ihnen etwas zutraut. Erfolgreiche Eltern werden ihre Kinder ermutigen, sie nicht zu sehr materiell verwöhnen und ihnen etwas zumuten, ohne sie zu überfordern. Sie halten Alkohol, Drogen, Filme und Computerspiele von ihnen fern, damit sie nicht von wichtigeren Erfahrungen abgehalten oder gar süchtig werden.

Weder haben alle Kinder die gleichen Anlagen und Talente, noch –  und das ist noch wichtiger – werden alle Kinder gleich gut gefördert. Daher sind Kinder schon mit 3 Jahren sehr unterschiedlich selbstständig und lernbegeistert. Da beim Lernen alles aufeinander aufbaut, verstärken sich diese Unterschiede dann im Laufe der Kindergarten- und Schulzeit.

Leider nimmt die Anzahl der Kinder „mit Förderbedarf in den Bereichen sozial-emotionale Entwicklung, Sprechen oder Lernen“ zu. Das hat verschiedene Gründe. Dazu gehören Vernachlässigung oder übertriebene Fürsorge, Überforderung oder Unterforderung des Kindes und mangelnde streng-liebevolle Zuwendung.

Kleinstkinder brauchen verlässliche Bindung und ein geschütztes, überschaubares Umfeld. Sie brauchen verlässliche Rhythmen und Strukturen. Sie brauchen echte Erfahrungen mit realen Gegenständen und Lebewesen. Erst im Alter von 3 Jahren sind sie fähig, in größeren Gruppen so zu interagieren, dass sie davon profitieren.

Schule hat einen Bildungs- und einen Erziehungsauftrag, unter anderem soll sie Wissen vermitteln. Schule basiert auf der Erkenntnis, dass Übung den Meister macht, dass gerechte Belohnung, verdiente Anerkennung und konstruktive Kritik von vertrauten und geachteten Personen, besonders aber der Lernerfolg selbst, zu Leistungen motivieren.

Lernen ist nicht Information sondern Übung. Lernen und Verständnis erfordern Beständigkeit, Konzentration und Fleiß, dafür sind ablenkungsfreie Räume nötig. Die Unterhaltungsindustrie aber setzt mit ihren allgegenwärtigen Kommunikationsgeräten, Filmen, Serien und Spielen starke Ablenkungsreize, denen viele Schüler kaum widerstehen können.

Der schulische Lernstoff oder modern gesagt die zu vermittelnden Kompetenzen leuchten den Schülern nicht immer unmittelbar ein, genauso wenig die Notwendigkeit, Dinge zu lernen, die in ihrem Alltag (noch) nicht gebraucht werden. Deshalb war schon immer eine gewisse Überredungskunst zum fleißigen Üben nötig. Wenn man aber die gute Note oder den Abschluss mit Tricks und Mogelei erreichen kann, bricht bei die Motivation zum fleißigen Üben schnell weg.

„Der Ehrliche ist der Dumme“, so ein bekannter Buchtitel, „Sei schlau und stell Dich dumm“ ein anderer. In Computerspielen ist Mogeln (cheating) Teil des Spiels.

Rechtschreibung, Kopfrechnen, Textverständnis und Textwiedergabe sind Schlüsselqualifikationen, die gut eingeübt werden müssen, damit die jungen Menschen lernen, logisches Denken, Verständnis und einen Blick für das Wesentliche zu entwickeln, um sich das kulturelle Wissen aneignen zu können. Denn was nutzen Suchmaschinen, wenn man die Suchergebnisse nicht bewerten kann? Was nutzt der Taschenrechner, wenn man der Anzeige blind vertrauen muss, weil man das Ergebnis nicht abschätzen kann?

So wünschenswert, sinnvoll, machbar und überfällig die Inklusion von Kindern in den Förderschwerpunkten körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Sehen ist, um Berührungsängste abzubauen und diese Menschen teilhaben zu lassen, so kontraproduktiv ist die Inklusion der lernschwachen und verhaltensauffälligen Kinder, heute als „Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen sozial-emotionale Entwicklung, Lernen und Sprache“ bezeichnet. Sie machen drei Viertel der Förderbedürftigen aus. Ihre Inklusion führt dazu, dass es bald in jeder Lerngruppe fortwährend Störungen gibt, die das Lernen der ganzen Gruppe erheblich behindern. So erreicht man vor allem eines, nämlich dass alle Schüler schlechter gefördert werden. Bildungsferne, sprachlich, sozial und emotional bisher eher schlecht geförderte Schüler profitieren nicht von besseren Mitschülern. Sie werden durch sie noch mehr demotiviert oder finden in ihnen bestenfalls wehrlose Opfer für ihre „Späße“. Lernwillige und ihrem Alter entsprechend reife Schüler werden durch lernbehinderte, sprachlich, sozial und emotional unreife Schüler in der Klasse durch fortwährende Störungen des Unterrichts am Lernen gehindert.

Computer für Schüler im Unterricht sind – abgesehen von Ausnahmen wie dem Erlernen des Umgangs mit einem Anwendungsprogramm in der beruflichen Bildung (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Buchhaltung, CAD, usw.) oder der Ausbildung von IT-Fachkräften, Gestaltern, Mechatronikern, usw. – völlig kontraproduktiv. Computer lenken durch Unterhaltungsinhalte ab und demotivieren durch ihre Überlegenheit in Sachen Schnelligkeit und lexikalischem Faktenwissen. Sie wurden einst geschaffen, um den Menschen arbeitsintensive Routineaufgaben abzunehmen. Lernen aber ist selbstständiges wiederholtes Üben, Begreifen und Verstehen. Computer taugen als Lernhilfe nur für Menschen, die bereits über eine solide Grundbildung verfügen und von sich aus zum Lernen motiviert sind, was nur auf etwa 15-20 Prozent junger Erwachsener zutrifft. Die Abbrecherquote in Fernstudiengängen liegt in Deutschland bei durchschnittlich 92 Prozent. Keine Technik kann dem Menschen das Lernen abnehmen.

Einige alte Weisheiten zum Thema

  • Was man jung gelernt, das bleibt.
  • Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
  • Sinnvoll beschäftigte Kinder sind liebe Kinder.
  • Ohne Fleiß keinen Preis.
  • Übung macht den Meister.
  • Lehrjahre sind keine Herrenjahre.
  • Von nichts kommt nichts.
  • Man erntet, was man sät.
  • Wer nichts weiß, muss alles glauben.
  • Das Wissen um etwas ist noch lange nicht das Handeln danach.
  • Lernen, ohne zu denken ist verschwendete Zeit. Denken, ohne zu lernen, ist gefährlich. (Konfuzius 2:15)
  • Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man große Vorhaben zum Scheitern (Konfuzius 15:26)

Einige neuere wissenschaftliche Erkenntnisse

  • Lernen heißt: Spuren im Gehirn legen, in Neuronen einprägen, wodurch sich diese sichtbar verändern: Lernen ist ein physischer Prozess, mit Zeitfenstern für das Erlernen bestimmter grundlegender Fähigkeiten, von einfachen zu differenzierten Zusammenhängen.
  • Die Lernfähigkeit ist zu Beginn des Lebens am größten.
  • Lernprozesse bauen aufeinander auf. Wer keine Regale hat, kann nichts einsortieren.
  • Wir lernen im Schlaf das, was uns tagsüber beschäftigt hat. Besonders wichtig ist dabei, was wir in der letzten Stunden vor dem Einschlafen gemacht haben.
  • Im Schlaf wird über Tag Gelerntes geordnet, verknüpft und so nachhaltig gespeichert. Anders gesagt: Schlafmangel verhindert nachhaltiges Lernen.
  • Langjährige Gewohnheiten im Denken, Fühlen und Handeln sind nur mit viel Mühe zu ändern.
  • Der Lernerfolg nimmt zu mit der Anzahl der Wiederholungen, der Bedeutung, dem emotionalen Gewicht und der Menge an Assoziationen.
  • Bewegung unterstützt das Lernen. Erst kommt die Bewegung, dann das Denken.
  • Abstraktes Denken setzt konkrete Erfahrungen voraus.
  • Information ist noch keine Bildung.
  • Wer irgendein persönliches Ziel (etwas zu wissen, zu können oder zu haben) engagiert verfolgt, lernt insgesamt besser.
  • Wer Erfolge hat, lernt engagierter: Erfolg beim Lernen macht glücklich.
  • Wem etwas zugetraut wird, der schafft mehr.
  • Wer sich Mühe gibt, der wird besser.
  • Die erste Stunde des Tages prägt den Tag.
  • Musizieren fördert allgemein die Lernfähigkeit.
  • Zuviel Fernsehen und Computer machen sprachlos und unbeweglich und beeinträchtigen die körperliche, emotionale und geistige Entwicklung von Kindern unter 10 Jahren erheblich, völlig unabhängig vom gezeigten Inhalt.
  • Mit Bildschirmen beschäftige kleine Kinder vernachlässigen Erfahrungen in der realen Welt der Personen und Dinge, verlieren ihre Kreativität und entwickeln ihre körperlichen und sozialen Kompetenzen nicht.

Wesentliches

Jeder von uns steht irgendwo, mit seiner Geschichte, mit seinen Wünschen, Hoffnungen und Absichten, mit seinen Ängsten und Lähmungen. Den Blick fest auf die Menschen, Bedürfnisse, Pflichten und Vergnügungen gerichtet, die uns umgeben, die wir in uns tragen, die wir uns ausgesucht haben oder die uns zugeflogen sind. Wir sind verstrickt in viele Abhängigkeiten, Details und scheinbare Zwänge. Wir haben ein Bild von der Welt und eine Haltung und Einstellung zu den Dingen, die uns täglich begegnen. Ob der vielen Eindrücke neigen wir dazu, das übergeordnete Ganze, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Wir nehmen das Gewöhnliche immer weniger wahr und konzentrieren uns auf die Abweichungen und Neuerungen. Wir sind vergesslich, berücksichtigen kaum unsere eigenen Erfahrungen und schon gar nicht die der früheren Generationen. Manches wollen wir nicht sehen und verdrängen es lieber.

Es ist leicht möglich, den Blick für das Wesentliche zu verlieren. Was aber ist eigentlich das Wesentliche?

  1. Uns wurde das Leben geschenkt.
  2. Wir alle teilen die Sehnsucht nach Freude, Klarheit, Liebe und Frieden.
  3. Wir sind gesegnet mit Neugier und Phantasie.
  4. Wir haben einen wunderbaren Körper, der die Welt für uns erfahrbar macht.
  5. Wir sind umgeben von einer wahrlich großartigen Welt inmitten scheinbar unendlicher Weiten von Raum und Zeit, die uns ehrfürchtig machen und uns ein Gefühl der Erhabenheit vermitteln kann, wenn wir nur hinschauen.
  6. Wir können gestaltend in die Welt eingreifen, können willentlich Verantwortung für uns selbst und teilweise auch für andere übernehmen.
  7. Wir haben einen ausgeprägten Verstand, Zugriff auf sehr viele Informationen und können uns vielfältig innerhalb unserer arbeitsteiligen Gemeinschaft einbringen und verwirklichen.
  8. Wir sind umgeben von materiellem Wohlstand und Überfluss. Unsere Zivilisation bietet uns ein Umfeld, in dem wir unsere Kinder großziehen und unsere Enkel aufwachsen sehen können.

Es ist gut, sich diese Fakten täglich bewusst zu machen, bevor der Blick auf die alltäglichen Mängel und Ungerechtigkeiten fällt.

Vernunft und Glaube

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Ein Mensch kann recht vernünftig sein – in gewissen Angelegenheiten, zu gewissen Zeiten, in gewissen Gemütsverfassungen, in gewissen Umgebungen. Eine fesselnde fantastische Geschichte interessiert ihn jedoch oft deutlich mehr als die Wahrheit. Und in Gruppen zählt die Vernunft des eingegliederten Einzelnen gar nicht mehr viel. Das Gefühl übernimmt die Führung.

Glaube und Unvernunft können harmlos, ja sogar hilfreich sein. Glaubt man beispielsweise an die Heilkraft eines Medikaments, so vermittelt der Glaube einem das Vertrauen, das nötig ist, Krankheiten, die überwiegend psychosomatisch begründet sind, zu überwinden. Selbst ein naiver oder gar irrationaler Glaube kann auf diese Weise hilfreiche Kräfte verleihen.

Himmel

 

Was man wissen kann, braucht man nicht zu glauben. Einiges wissen wir aus eigener Erfahrung. Einiges aus Berichten vertrauenswürdiger Mitmenschen, die es wiederum selbst erfahren haben. Und wieder anderes kennen wir nur vom Hörensagen, wobei die Quelle der ursprünglichen Erfahrung, falls es sie denn gibt, nicht mehr zu ermitteln ist.

Der Mensch sucht immer nach Sinn, Antworten und Gewissheiten. Doch wie schon Georg Rollenhagen (1542-1609) sagte:

“Wer leichthin glaubt, wird leicht betrogen.”

und mit Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916):

“Wer nichts weiß, muss alles glauben.”

Vieles haben wir unreflektiert übernommen, einfach weil es alle gesagt haben. Wir sind auf diese Weise stark durch Brauchtümer, Traditionen und Kultur geprägt. Das ist durchaus auch hilfreich. Doch manche dieser Überlieferungen sind viel zu undifferenziert oder gar schlicht falsch. Sie stammen aus Zeiten, wo die meisten Menschen kaum Zugang zu Bildung und Information hatten und entsprechend leichtgläubig waren. Nicht alles, was alt ist, muss auch richtig sein. Nicht alles, was immer schon so gemacht wurde, ist auch schlau. Wie schon Buddha (563-483) sagte:

“Glaube nichts auf bloßes Hörensagen hin; glaube nicht an Überlieferungen, weil sie alt sind.”

Eigentlich müssten wir viele sogenannte Selbstverständlichkeiten kritisch überprüfen. Doch das ist mitunter enttäuschend und anstrengend dazu. Schon Gaius Julius Caesar (100-44) musste erkennen:

“Gern glauben die Menschen das, was sie wollen”

und Ludwig Marcuse (1894-1971) ergänzte:

“Denken ist eine Anstrengung, Glaube ein Komfort.”

Wir schließen uns der Weltanschauung an, in die wir hineingeboren wurden. Wir fühlen uns wohl in einer großen Gemeinschaft Gleichgesinnter. Leicht sehen wir dann unsere Anschauung in den schönsten Bildern und ordnen ihr alles andere unter. Wir verteidigen sie gegen jeden Einwand, wir verdrehen notfalls die Wahrheit, sind komplett unvernünftig und uneinsichtig, ohne es selbst zu bemerken. Wir sind umso leichtgläubiger und unvernünftiger, je früher, länger und öfter wir an Unsinn gewöhnt wurden, sei es durch religiöse und politische Dogmen, Propaganda oder durch Fiktion in Erzählungen, Büchern, Filmen und Spielen.

Wir sind umgeben von durchaus bisweilen unvernünftigen Menschen, von Gruppenzwängen und autoritäre Strukturen. Da kann es freundlicher oder klüger sein, Nachforschungen zu unterlassen und heikle Fragen nicht zu stellen. Wenn wir starken Tabus oder fanatischen Ideologien begegnen, können wir sie um des persönlichen Vorteils oder des Friedens willen einfach auch wider besseres Wissen akzeptieren.

Angesichts der Schwierigkeiten mit der Vernunft und der Wahrheit ziehen sich inzwischen viele auf einen relativistischen und sehr toleranten Standpunkt zurück, der aber nicht wirklich ein Standpunkt ist, sondern geradezu die Vermeidung eines Standpunktes, eine Haltung, die zum Beherrschtwerden geradezu einlädt.

Natur

Die Natur ist vollkommen und so auch ihre Organismen. Sie funktionieren optimal – in der Umgebung, für die sie sich entwickelt haben.

 

Es gibt keine Garantie auf Gesundheit, Krankheit gehört zum Leben, aber das Leben ist schließlich geschenkt! Wer will sich über ein Geschenk beklagen?

Eine unserer Natur angemessene Lebensweise, eine positive Einstellung, Geborgenheit, kombiniert mit intelligenter Nutzung unserer kulturellen Errungenschaften ist die beste Vorbeugung gegen Krankheit, Unfälle und Naturkatastrophen.

Unsere Zivilisation ist bequem, sicher und sauber. Kanalisation, Heizung, Trinkwasser in jeder Wohnung, kein Ungeziefer, Abfallentsorgung, Transportmittel, medizinische Versorgung, Feuerwehr, Unfallrettung, Nahrung und Kleidung im Überfluss, Versicherungen, Unterhaltung, … Aber unsere Zivilisation hat auch ihre Schattenseiten: Sie fördert Bewegungsmangel, geistige Rastlosigkeit, Oberflächlichkeit, Leichtsinn und Naschsucht.

Wer also raucht, übermäßig Alkohol trinkt, Drogen nimmt, regelmäßig mehr Kohlenhydrate isst als er verbraucht, riskante Sportarten betreibt, an gefährdeten Orten wohnt oder ständig am Bildschirm hängt, geht bekannte Risiken ein. Die Folgen seines Tuns sind durchaus absehbar.

Wir können zwar nicht ungestraft alles machen, was uns in den Kopf kommt, aber wir haben durchaus einen großen Gestaltungsfreiraum. Und so manche Dummheit bleibt freundlicherweise ohne Folgen.

Religion

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Religion ist das Bedürfnis eines jeden Menschen nach einem Orientierungsrahmen und einem Objekt der Hingabe, um der Angst (Drewermann), der Unausweichlichkeit des begrenzten Daseins (Fromm 1950) und dem Dilemma der Vaterbeziehung (Freud 1913) zu begegnen. Religion und

Glaube verleihen dem Menschen Flügel. Glaube versetzt Berge, inspiriert und motiviert. Dabei spielt es keine Rolle, wie realistisch und vernünftig dieser Glaube ist – im Gegenteil. Je mehr er kindliche Phantasien bedient, desto größer ist seine Anziehungskraft.

 

Eine gesunde Möglichkeit des Umgangs mit dieser Sehnsucht ist die Hingabe an das Leben selbst und die persönliche Orientierung an Tugenden, die es für alle lebenswert machen. Dabei ist hilfreich, sich durch die großartige Natur inspirieren zu lassen, durch Gespräche, Feiern, Kunst, Musik und besinnliche Stille. Man findet Inspiration, Kraft und Frieden durch unterstützende Beziehungen und durch Befreiung von vermeintlichen Zwängen und Vorstellungen. Es geht um Vertrauen, Erkenntnis und Zugehörigkeit. Die Natur ist freundliches Zuhause. Entsprechende Religionen sind erfahrbar und lebensbejahend.

Autoritäre Religionen

Eine andere Möglichkeit des Umgangs mit religiösen Bedürfnissen ist die Einbindung in eine autoritär geführte Gruppe. Das Objekt der Hingabe kann ein Führer, ein Ahne oder ein Symbol sein. Der Orientierungsrahmen kann aus strengen Gesetzen, vorgegebenen Überzeugungen, rigiden Moralvorstellungen und archaischen Ritualen bestehen. Priester oder Experten verheißen das Heil durch Vernichtung des Bösen und durch Kontrolle der Menschen. Es geht um Angst, Gehorsam und Abgrenzung. Die Natur und alle Ungläubigen sollen überwunden und beherrscht werden. Die Regeln sind dogmatisch und lebensfeindlich.

Religionen müssen nicht unbedingt alt sein. Es werden auch neue „Religionen“ erschaffen, um Menschen zu verunsichern. Autoritäre Religionslehren sind leicht zu erkennen. Sie

  • bestimmen, was wahr ist, verlangen blinden Glauben und verbieten jegliche Kritik und Zweifel.
  • fordern und fördern Unterwürfigkeit und die Abgabe von Verantwortung.
  • verwirren und verängstigen die Anhänger und machen ihnen ein schlechtes Gewissen.
  • liefern identitätsstiftende Abgrenzung von Anderen, Feindbilder und Sündenböcke, Überlegenheitsgefühle Ungläubigen gegenüber.

Sucht

Drogen dienen der Realitätsflucht. Egal ob mit von außen zugeführten Drogen wie Alkohol, Tabletten oder Rauschgift oder mit körpereigenen Drogen, in unnatürlich großen Dosen hervorgerufen durch Filme oder Videospiele – es ist eine Flucht in eine unwirkliche Welt.

Natürlich kann man sich als Erwachsener mal zum Spaß, zur Entspannung oder zur Ablenkung unter Drogen setzen, sollte sich dabei aber über mögliche schädliche Nebenwirkungen im Klaren sein und Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit man nicht auf Dauer den Boden unter den Füßen verliert. Denn Drogen können süchtig machen. Sie lassen einen nicht mehr los. Das wirkt sich dann schließlich verheerend auf das echte Leben aus.

Man kann nur vermissen, was man kennt. Oder: Was man nicht kennengelernt hat, kann einen auch nicht süchtig machen. Allen Süchtigen sei gesagt: Lasst euere Mitmenschen, vor allem aber eure Kinder, mit euren Süchten in Ruhe! Schlimm genug, wenn ihr selbst die Kontrolle verloren habt! Zieht nicht noch andere mit in die Sucht! Besonders Kinder nicht!

Kinder müssen vor Drogen geschützt werden, weil sie bei ihnen besonders verhängnisvoll wirken. Bei Alkohol und erst recht bei Rauschgiften ist das gesellschaftlicher Konsens. Bei Ritalin zur Ruhigstellung schon weniger. Die Gefahren jedoch, die von Filmen und Computerspielen ausgehen, werden immer noch weitgehend verharmlost. Inzwischen haben wir immer mehr depressive und lebensuntüchtige Jugendliche und junge Erwachsene, die von ihren Bildschirmen nicht mehr loskommen, deren Lernerfolge gering sind, weil die fesselnden Medien sie auslaugen und ihnen den Schlaf rauben.

Dass Kinder sich den virtuellen Welten so stark zuwenden, liegt neben der billigen Verfügbarkeit und elterlichen Fahrlässigkeit auch daran, dass es für sie in der realen Welt zu wenig Angebote und Räume gibt. Es gibt, abgesehen von den Anlagen der Sportvereine, kaum Bolzplätze, Spielplätze, Parks, Schwimmbäder, Treffpunkte, Aufenthaltsräume und Freizeitgelände für sie, weil deren Einrichtung und Unterhalt kurzfristig keinen Profit versprechen. Auch an den Schulen fehlen Bewegungs- und Erholungsmöglichkeiten.

Computerspiele und Filme sind von Menschen gemacht. Die Regeln und Chancen darin sind von irgendwelchen mehr oder weniger genialen Leuten willkürlich mit Profitabsicht festgelegt worden. Die gestellten Aufgaben können theoretisch unlösbar sein oder simpel, sinnvoll oder sinnlos. In der Praxis sind sie so gestaltet, dass sie sich dem Gamer anpassen, ihn fordern, aber nicht überfordern und ihn so auf dem passenden Hormonlevel halten.

Die programmierte virtuelle Welt kann die Naturgesetze berücksichtigen oder sich beliebig darüber hinweg setzen. Sie kann sich jederzeit beliebig ändern. In der echten Welt hingegen gibt es Naturgesetze, die von niemandem zu keiner Zeit umgangen werden können.

Natürlich gibt es Filme und Computerspiele ohne Suchtpotential, auch sogar welche, die hilfreich sind. Aber die spielen beim Umsatz nur eine untergeordnete Nebenrolle. Andere Arten überwiegen: Bei den Filmen führen die Abenteuer- und Actionfilme, die Genres Horror, Mystery, Supernatural, Thriller und Science Fiction. Bei den Videospielen ist es ähnlich, die Action- und Shooterspiele führen den Markt an.

Computerspiele werden entwickelt, Abenteuer – und Actionfilme werden gemacht, um Geld damit zu verdienen. Deshalb sind sie bewusst so gestaltet, dass sie süchtig nach mehr machen. Sie vermitteln dem Zuschauer oder Spieler die Illusion, erfolgreich zu sein und versuchen gleichzeitig, sein Verlangen und Begehren zu erhalten oder gar zu verstärken. Das ist nicht so schwer, man muss nur an die dem Menschen innewohnenden Sehnsüchte und Ängste anknüpfen und seine Gefühle in Wallung bringen. Wie gut das funktioniert, sieht man darin, dass Menschen dazu gebracht werden, mit realem Geld virtuelles Geld für die virtuelle Welt kaufen, um in der virtuellen Welt virtuelle Erfolge zu haben.

Es ist schon erstaunlich, dass Menschen, die sonst so viel Wert auf ihre Autonomie legen, sich so gern den völlig willkürlichen Regeln der Filmemacher und Spieleentwickler unterordnen und sich von ihnen so abhängig machen.

Geschäftstüchtige Filmemacher und Spiele-Entwickler sind an nachhaltiger Zufriedenheit nicht interessiert. Sie wollen, dass ihre Kunden ihre Kunden bleiben.

Aus einem harmlosen Zeitvertreib kann schnell eine selbstzerstörerische Sucht werden. Dabei entstehen beim Zuschauer oder Spieler mit der Abhängigkeit auch zunehmend Realitätsverlust und Größenwahn.

Bei vielen dieser Computerspiele stellt sich die Frage, ob man da etwas Geistvolles tut oder ob man sich selbst zu einem bloßen Reflexautomaten degradiert.

Actionfilme und die entsprechenden Computerspiele befriedigen vorübergehend immer wieder dieselben archaischen Instinkte und naiven Sehnsüchte:

  • ein Held sein, jemand Besonderes sein, anderen etwas voraus haben, gewinnen, siegen, mehr wissen als andere, außergewöhnlich begehrt, bewundert, bedeutungsvoll und wichtig sein, im Mittelpunkt stehen, unbesiegbar sein, reich und mächtig sein, über besondere Kräfte verfügen
  • für Gerechtigkeit sorgen, die schöne Frau oder gleich die ganze Welt retten
  • Gewalt (im Namen des Guten) ausüben dürfen, anderen seinen Willen aufzwingen (im Namen des Guten)

Dies alles vom Sessel aus. Wann immer man will. Viele dieser Filme und Spiele haben das Potential, Menschen um ihr emotionales Gleichgewicht, ihre Intuition und um ihren Verstand zu bringen.

Von Seiten der Spielemacher hingegen werden den Computerpielen die Förderung und Entwicklung pädagogisch wertvoller Fähigkeiten zugeschrieben (Gaming can make a better world):

  • urgent optimism, das dringende Bedürfnis, Hindernisse zu überwinden, in der sicheren Gewissheit, dies auch zu schaffen
  • social fabric, die Fähigkeit, soziale Netze und stabile menschliche Beziehungen zum Erreichen gemeinsamer Ziele aufzubauen
  • blissfull productivity, produktiv und gleichzeitig glückselig zu sein (der durchschnittliche  WOW-Gamer strengt sich  22 Wochenstunden völlig freiwillig an)
  • epic meaning, wirklich bedeutungsvolle Taten zu vollbringen

So wird man lt. Jane McGonigal  zu einem „super-empowered hopeful individual“ in der virtuellen Welt, womit wir bei den o. g. archaischen Instinkten und naiven Sehnsüchten angekommen wären. Wie lange diese spielinduzierte Selbstwahrnehmung wohl in der realen Welt Bestand hat? In den immer seltener werdenden Spielpausen, nach Abklingen des Hormonrausches, sind die innere Leere und die relative eigene Bedeutungslosigkeit wohl eher umso krasser. Sehr schnell fällt man auf den harten Boden der Tatsachen. Das kann sehr deprimierend sein. Oder zornig machen.

Das wirkliche Leben

Im wirklichen Leben gelten die Naturgesetze für alle und für immer. Dort wird man mit der Bewunderung, der Abneigung, dem Neid, der Zuneigung, den Launen, der Gleichgültigkeit, der Wertschätzung, der Überlegenheit, den Intrigen und Machtspielen der Mitmenschen real konfrontiert. Man hat zwar keine Superkräfte, aber man hat Talente, die man mehr oder weniger entwickelt hat. Man verfügt über mehr oder weniger Wissen und Können, je nachdem, wieviel Übung und Disziplin man investiert hat.

Auch im wirklichen Leben kann man ein Held sein (allerdings meist ohne Aufsehen zu erregen), jemand Besonderes sein (jeder Mensch ist ein Unikat), einigen anderen etwas voraus haben, mehr wissen als andere, außergewöhnlich begehrt, bedeutungsvoll und wichtig sein für den einen oder die andere, im Beruf erfolgreich sein und Bedeutendes für die Menschheit oder einige Menschen leisten, mal im Mittelpunkt stehen, siegen, vorübergehend reich und mächtig sein, über besondere Kräfte wie Geduld, Empathie und Nervenstärke verfügen, jemanden oder etwas retten.

Nachhaltige Zufriedenheit kann man weder im Suff, noch im Kino und erst recht nicht im Computerspiel erlangen. Man kann sich vorübergehend damit ablenken, zu viel davon aber macht krank.

Wissen

Wissen existiert an verschiedenen Orten und ist unterschiedlich nützlich. Hinsichtlich seiner Bedeutung für den einzelnen Menschen gibt es 4 Formen des Wissens.

  1. Da ist zunächst das kulturelle Wissen, das sich ein jeder potentiell erwerben kann, wenn er Zugriff auf die kulturellen Wissensspeicher hat. Dazu zählen die Mitmenschen, die institutionellen Bildungseinrichtungen, die Bibliotheken und seit etwa 20 Jahren das Internet. Kulturelles Wissen ist getrennt von uns und wird erst durch Kenntnisnahme, Erlernen und Verständnis nutzbar. Um sich kulturelles Wissen zu erschließen, bedarf einiger grundlegender Fähigkeiten. Notwendige Voraussetzungen sind, neben den üblichen menschlichen Anlagen, als Kleinkind eine Sprache verstehen und sprechen zu lernen, als Grundschulkind diese Sprache souverän lesen und schreiben zu lernen und auch den sicheren Umgang mit Zahlen eingeübt zu haben.
  2. Die nächste Stufe des Wissens ist das passive Wissen, das ein Mensch zwar erworben hat, auf das er jedoch willentlich nicht zugreifen kann. Er kann es lediglich wiedererkennen, wenn er darauf stößt. Es ist rein assoziativ. Passives Wissen hat Unterhaltungswert, es erlaubt jedoch keine eigenständige Initiative.
  3. Die nächsthöhere Stufe des Wissens ist das aktive Wissen, es ist per Willensakt aus dem Gedächtnis abrufbar und steht in Nachdenkprozessen zu Verfügung. Aktives Wissen ist von Nutzen, wenn man etwas verstehen, weiterentwickeln, ausarbeiten und planen möchte.  Wurde es gut bedacht, behandelt, erwogen und abgeglichen, steht es für Monate, manchmal für Jahre zur Verfügung, sonst verflüchtigt es sich innerhalb weniger Tage. Bei emotionaler Erregung und im Eifer des Gefechts kommt es, auch wenn es im entspannten Zustand greifbar ist,  oft nicht zum Tragen.
  4. Die höchste Stufe und damit das wertvollste Wissen ist das gelebte Wissen, das auch ohne bewussten Willensakt bei allen Handlungen automatisch zur Anwendung kommt, selbst unter Stress. Ziel sollte es sein, dass die wesentlichen Zusammenhänge gelebtes, integriertes, handlungsbestimmendes Wissen werden. Dies kann nur durch viel Übung erreicht werden. Es ist ein großer Unterschied, ob man über etwas geredet oder etwas gemacht hat. Um etwas wirklich zu können, muss es so lange geübt werden, bis es in Fleisch und Blut übergegangen ist. Beim Erlernen einer sportlichen Disziplin oder eines Musikinstruments ist dies auch heute noch selbstverständlich.

Lernen bedeutet, Wissen auf eine höhere Stufe zu heben.

 

Das kulturelle Wissen ist zu groß, als dass es ein Mensch fassen könnte. Universalgelehrte gibt es schon lange nicht mehr. Arbeitsteilung, hier Wissensteilung, ist notwendig. Aber nicht zu früh! Spezialwissen macht erst Sinn, wenn es ein solides Fundament gibt. Es kommt deshalb sinnvollerweise erst während der Berufsausbildung, im Studium und im Beruf selbst hinzu und orientiert sich an Neigung, Eignung und gesellschaftlichem Bedarf.

Erkenntnis

Auf der einen Seite gibt es die Dinge der äußeren Welt. Auf der anderen Seite die Vorstellungen von den Dingen. Beides existiert und stimmt mehr oder weniger miteinander überein. Menschen können die Welt unterschiedlich oder ähnlich wahrnehmen, haben unterschiedliche Vorstellungen.

Die Vorstellung ist das Ergebnis eines Abgleichs von Eindrücken mit individuellen Vorstellungen und Wünschen. Sie ist das Resultat einer persönlichen Wertung. Sie ist unvollkommen, unvollständig und womöglich verzerrt und unzutreffend.

ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt (Hey, Pippi Langstrumpf)

Zwar gibt es die objektive äußere Welt, jedoch hat jeder Mensch nur einen subjektiven Eindruck, eine subjektive innere Vorstellung davon. Je genauer ein Mensch beobachtet und je unvoreingenommener er wertet, desto genauer stimmen bei ihm äußere Welt und innere Vorstellung überein, was Erfolge wahrscheinlicher macht.

Platon sprach von den Ideen und den nachgeordneten sinnlichen Erscheinungen.

Nach Kant gibt es das Ding an sich und dessen Erscheinung.

Der Mensch kann immer nur seine Vorstellungen ausdrücken und beschreiben, nicht die Welt an sich. Das hat Nietzsche veranlasst, die von Platon postulierten Ideen und die von Kant beschriebenen Dinge an sich für praktisch bedeutungslos zu erklären, denn sie sind nicht greifbar. Für uns Menschen existieren nur die sinnlichen Erscheinungen. Über diese Erscheinungen können wir uns verständigen. Je mehr Menschen in einer Vorstellung übereinstimmen, desto „wahrer“ ist sie.

Die wissenschaftliche Methode zur Erkenntnis der objektiven Welt zeichnet sich dadurch aus, dass jede Anschauung (These, Theorie, Modellvorstellung) beliebig oft von jedermann überprüfbar und nur so lange wahr ist, bis sie widerlegt wurde. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse sind keine Ansichten, es sind ziemlich exakte Beschreibungen der Wirklichkeit, was durch darauf basierende funktionierende technische Anwendungen hinreichend bewiesen ist. Wissenschaft ist Erkenntnisgewinn. Leider gerät die Naturwissenschaft heute immer mehr unter die Räder wirtschaftlicher Interessen: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“

Die Strukturwissenschaften, wie die Mathematik, die Informatik, die Kybernetik sind in sich logische Konstrukte, die nützlich sind, die objektive Welt zu beschreiben und zu verstehen. Stimmen die Prämissen, stimmen auch die Folgerungen. Die Wissenschaften liefern sehr nützliche Werkzeuge für Naturwissenschaften und Technik.

Demgegenüber sind die Modelle der Geisteswissenschaften aufgrund der Komplexität der Zusammenhänge und mangels geeigneter Untersuchungsmethoden und Beweismöglichkeiten oft spekulativ. Seriös sind diejenigen Geisteswissenschaftler, die über naturwissenschaftliches Verständnis verfügen und ihre Theorien und Anschauungen damit in Einklang gebracht haben. Eine gute geisteswissenschaftliche Ausbildung sollte deshalb mit einer naturwissenschaftlichen verbunden sein und darauf aufbauen. Es reicht nicht, wie heute in der Psychologie, Pädagogik und Soziologie üblich, lediglich auf die empirischen Methoden zu setzen, die in den Naturwissenschaften funktionieren. Das führt hier meist nur zu banalen oder falschen Erkenntnissen (unzureichende Validität und Reliabilität, Scheinkausalitäten durch unbekannter Einflüsse).

Die Theologie, die Wirtschaftswissenschaft und die Rechtswissenschaft sind primär normative Wissenschaften, sie legen Regeln fest, die das menschliche Handeln ordnen. Sie sind aber auch Machtinstrumente, denn sie legen die Regeln zum Vorteil bestimmter Gruppen fest. Die Wirtschaftswissenschaften nutzen, wie die Theologie, eine Fülle von wenig intuitiven Begriffsdefinitionen als verschleiernde Fachsprache. Sie wissen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung so wenig wie die Theologie über das Jenseits. Sie verwenden in ihren Modellen die Mathematik oft nur, um sich einen falschen Schein von Exaktheit zu verleihen.

Die Medizin ist sowohl Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft als auch normative Wissenschaft. Soweit die Naturwissenschaft überwiegt, ist sie durchaus recht erfolgreich, wie bei der Prophylaxe und Behandlung bakteriell verursachter Infektionskrankheiten und in der Unfallchirurgie. Die biologischen Zusammenhänge sind bisher aber nur teilweise und in Ansätzen verstanden, weshalb so manches in der Medizin und der Pharmakologie auf Spekulation sowie Versuch und Irrtum basiert, was man aber ungern sagt. Auch gründen viele Diagnosen und Behandlungen auf Verallgemeinerungen und statistischen Mittelwerten, die den natürlichen Variationen nicht gerecht werden. Ähnlich wie in der Theologie gibt es viel Brimborium und Fragen werden nicht gern gehört. Die vielen unheilbaren Krankheiten sprechen für sich.

Für alle Wissenschaften gilt: Sind wirtschaftliche oder politische Interessen im Spiel, sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Vorsicht zu genießen.

Eiszeiten

Im 19. Jahrhundert setzte sich die Erkenntnis durch, dass es Eiszeiten gegeben hatte, sogar mehrere. Die Milanković-Zyklen beschreiben die klimawirksamen astronomischen Umstände, nämlich die Überlagerung der verschiedenen Zyklen der Exzentrizität, der Erdachsenneigung, der Präzession, der Sonnenfleckenaktivitäten und Einflüsse der anderen Planeten. Mit diesen Zyklen kann man die Interglaziale während der Eizeiten erklären.

Während es im Laufe der Geschichte für eine Milliarde Jahre gar keine Eiszeit gab, häuften sie sich zu anderen Zeiten. So gab es mehrere Eiszeiten in der Zeit vor 800 – 550 Millionen Jahren (Cryogenium) und vor 350 – 250 Millionen Jahren (Karbon, Perm). Zur Zeit ist auch eine Eiszeit (Känozoisches Eiszeitalter), sie hat vor 33,5 Millionen Jahren begonnen.

Die großen Eiszeiten werden durch Effekte auf der Erde selbst hervorgerufen. Je nach Lage der Kontinente und je nach geologischer Aktivität verändern sich Meeres- und Luftströmungen und es bilden sich an den Polen Eiskappen oder auch nicht.

Innerhalb der Eiszeiten gibt es kältere (Glaziale, jeweils für 85.000 Jahre) und wärmere Phasen (Interglaziale, jeweils für 15.000 Jahre). Wir befinden uns in einem Interglazial, das vor 10.000 Jahren begonnen hat und noch 5.000 Jahre andauern wird. Solche Interglaziale gab es in dieser Eiszeit schon viele, sie beginnen seit 700.000 Jahren regelmäßig alle 100.000 Jahre. Am Ende des jetzigen Interglazials, also im Jahr 7000, werden die Temperaturen um 15 Grad fallen. Dann wird es in der Sahara wieder regnen und die nördlichen und südlichen Länder werden vergletschern, so wie vor diesem Interglazial. Damals vor 15.000 Jahren war das Eis erheblich dicker und der Meeresspiegel um 120 Meter niedriger als zurzeit. Die Gletscher von Norden reichten bis Dänemark und die Alpengletscher bis Mitteldeutschland. Skandinavien lag unter einer 4 km dicken Eisschicht. Die Nordsee, soweit nicht unter Eis, lag trocken und war besiedelt. Man konnte den Ärmelkanal und die Beringstraße durchwandern.

Neben den durch die Milanković-Zyklen beschriebenen Änderungen der Durchschnittstemperatur gab und gibt es auch kleinere Schwankungen, die von der Sonnenfleckenanzahl hervorgerufen werden. Vor 600 Jahren wurde es weltweit um etwa 3 Grad kühler, seit 200 Jahren steigen die Temperaturen wieder auf die Werte von vor 1400 an.

Sollte aber die seit 33,5 Millionen Jahren andauernde Eiszeit irgendwann insgesamt zu Ende gehen, werden die Durchschnittstemperatur um etwa 20 Grad und der Meeresspiegel um 80 Meter steigen. Niemand weiß, wann genau das passiert, nur, dass es irgendwann geschehen wird. Alles hängt von der Kontinentalplattendrift und von den Meeresströmungen ab.

Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre folgt der Temperatur mit einem Versatz von 600 Jahren. Der Grund ist, dass die Kohlendioxidlöslichkeit im Meerwasser mit steigender Temperatur abnimmt und so das im Meerwasser gelöste Kohlendioxid ausgast. In Warmzeiten ist die Konzentration recht hoch, zum Beispiel 1700 ppm in der Kreidezeit, in Eiszeiten wie der jetzigen liegt sie deutlich niedriger. Während der vergangenen 800.000 Jahre variierten die CO2-Konzentrationen zwischen 180 und 210 ppm während der Glaziale und stiegen auf Werte zwischen 280 und 300 ppm in den wärmeren Interglazialen.

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt, der hauptsächlich durch Wasserdampf verursacht wird, sowie durch Kohlendioxid und Methan, gäbe es uns nicht, denn die globale Durchschnittstemperatur wäre dann -18° Celsius statt +15° Celsius.

Leben

Was macht aus einer Ansammlung von Atomen, Molekülen, Nukleinsäuren ein Lebewesen? Was unterscheidet das Lebewesen vom toten Körper, von der Leiche?

Materiell nichts, daher kann man sagen, dass das Leben an sich immateriell ist, sich aber durch die Materie ausdrücken kann. Die Lebendigkeit kann man Seele nennen und sagen, alles Lebende sei beseelt.

Die Lebendigkeit ist bei geschlechtlicher Fortpflanzung bereits vor der Befruchtung in den Keimzellen vorhanden.

Leben entsteht aus Leben. Wie es zum ersten Leben auf der Erde kam ist unbekannt. Ist aber Leben da, kann es sich zu immer komplexeren Organismen entwickeln.

Nach der Oogamie entsteht nach einem evolutiv entwickelten Plan in Wechselwirkung mit der Umwelt ein lebender, beseelter Organismus, wenn die Umgebung die notwendigen chemischen Substanzen und physikalischen Bedingungen zur Verfügung stellt. Dieser Organismus erblüht und verwelkt im Verlauf seiner Lebensspanne.

Der jeweilige genetische Plan bestimmt die körperliche Erscheinung, wie Art, Geschlecht, Größe, Proportionen, Hautfarbe, Augenfarbe, Haarfarbe, Haardicke, Haarwachstum und viele andere, sowie auch psychische Merkmale wie Impulsivität, Risikobereitschaft, Entscheidungsfreude, Empathie, Abstraktionsvermögen und anderes.

Lebewesen können sich fortpflanzen und sind je nach Komplexität zu Bewegungen, zu Schmerzempfindungen und Gefühlen, zum Kommunizieren, zu vorausschauendem Denken und zum absichtsvollen Handeln fähig.

Das Lebewesen, falls Tier oder Mensch, kann im Normalfall wach oder schlafend sein, in besonderen Fällen durch Krankheit, Vergiftung oder Verletzung auch bewegungsunfähig, amnesisch, komatös oder nur vegetativ lebendig.

Bei zu starker Schädigung des Organismus entweicht das Leben aus ihm oder genauer: Der Ausdruck von Leben durch diesen nun defekten Organismus ist fortan nicht mehr möglich. Der Körper zerfällt, denn der Organismus insgesamt ist wie die Organe und die Zellen auf eine bestimmte Umgebung angewiesen. Entfällt nur eine notwendige Voraussetzung, bricht alles zusammen wie ein Kartenhaus. Kein Leben mehr.

Leben nach dem Tod, unsterbliche Seelen, immaterielle Entitäten sind Spekulation. Schon die Frage, ob Leib und Seele, Geist und Körper ein und dasselbe (Monismus) oder zwei (Dualismus) sind, wird man nie beantworten können.

Was macht einen Menschen aus? Ist es seine Persönlichkeit, seine Individualität, seine Geschichte, sind es seine Erinnerungen?

Das Gehirn ist sehr anpassungsfähig, besonders im jungen Alter. Es gibt Menschen, denen wurde im frühen Kindesalter das halbe Gehirn operativ entfernt oder sie hatten von Geburt an ein unvollständiges Gerhirn und sie leben dennoch ganz unauffällig ohne Einschränkungen. Andererseits führen gewisse Erkrankungen des Gehirns (Alzheimer, Durchblutungsstörungen, Parkinson) zu irreversiblen geistigen Beeinträchtigungen. Der fortgeschritten demente Mensch lebt zwar, doch ein großer Teil seiner selbst scheint bereits verloren oder vorangegangen zu sein, denn er erkennt niemanden mehr.

Biologische Evolution

Seit einigen Hundert Millionen Jahren hat die Erde eine stabile Biosphäre, innerhalb derer sich die biologischen Lebensformen weiterentwickelt haben. Möglich wurde dies

  • durch die Weite und relative Kühle des Weltalls, durch die Struktur und Ordnung erst möglich wird.
  • durch unzählige Sternengenerationen, die schwere Elemente aus Wasserstoff und Helium erbrütet haben.
  • durch das Element Kohlenstoff, das vierfache Bindungen eingehen kann und komplexe Moleküle ermöglicht, die alle Aggregatzustände umfassen.
  • durch den ruhigen Platz der Sonne zwischen den Spiralarmen der Milchstraße, auf genau dem Radius, wo sie so schnell um das Zentrum der Galaxie rotiert wie die Spiralarme selbst.
  • durch die Strahlung der Sonne, die in genau passendem Abstand zur Erde steht
  • durch die Atmosphäre der Erde, die Licht und Wärme auf die Erdoberfläche lässt, nicht aber die lebensgefährliche Gamma- und Röntgenstrahlung. Auch die UV-Strahlung wird auf ein gesundes Maß reduziert (Ozonschicht).
  • durch die geregelte Zusammensetzung der Atmosphäre. Der Sauerstoffvolumenanteil liegt seit 200  Millionen Jahren zwischen 21 unnd 26 %.
  • durch das Magnetfeld der Erde, das die Atmosphäre vor dem Weggeblasenwerden durch den Sonnenwind schützt.
  • durch den geregelten Salzgehalt des Meerwassers. Er entspricht dem Salzgehalt unseres Blutes.
  • durch eine seit Jahrmillionen recht konstante Durchschnittstemperatur knapp über dem Schmelzpunkt und unter dem Siedepunkt von Wasser, obwohl die Intensität der Sonneneinstrahlung im Laufe der Erdgeschichte stark geschwankt hat.

Die Erde hat offensichtlich die Fähigkeit, günstige Lebensbedingungen zu schaffen und aufrecht zu erhalten: Strahlung, Temperatur, Sauerstoff- und Salzkonzentration sind optimal für das Leben. Die Erde ist auf geheimnisvolle Weise selbst ein lebender Organismus, in dessen Pelz wir hausen (James E. Lovelock: GAIA – Die Erde ist ein Lebewesen, Scherz 1992). Sie beherbergt neben den gut 7 Milliarden Menschen etwa 4000 Arten von Säugetieren, 1.500.000 Tierarten und 500.000 Arten von Pflanzen, darüber hinaus etwa 5.000.000 bis 40.000.000 weitere – zum großen Teil noch nicht entdeckte – Spezies, wovon die meisten Insekten, wirbellose Tiefseebewohner und Mikroorganismen (Archaea, Bacteria, Pilze, Mikroalgen, Protozoen) sind.

Lebensformen sind sehr kräftig und vielfältig.

 

Die Entstehung der Arten ist ein wundervoller natürlicher Entwicklungsprozess, bei dem Umwelt und Anlagen der Lebensformen interagieren. Dies hat auch unsere Körper ermöglicht.

Lebewesen bestehen aus den gleichen Bausteinen (chemischen Elementen) wie alle Materie. Säugetiere bestehen beispielsweise zu 99 % aus den ersten 20 Elementen des periodischen Systems (Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Natrium, Kalzium, Phosphor, Fluor, Schwefel, Chlor u. a.), ergänzt durch Spuren der Elemente 21 bis 53 (Eisen, Zink, Jod, Kobalt, Silizium, Kupfer, Mangan, Chrom, Selen, Molybdän u. a.).

Alle Lebewesen bestehen aus Zellen. Diese sind von sehr unterschiedlicher Größe. Eine menschliche Eizelle ist beispielsweise 85000 mal so groß wie eine Spermiumzelle. Drei Gruppen werden unterschieden: Die Bacteria, die Archaeen und die Eukaryoten.

Letztere sind selbst wiederum Organismen bzw. Lebensgemeinschaften, denn sie haben Zellorganellen bzw. Bewohner mit bestimmten Aufgaben:

  • Ein Zellkern (Steuerung, Bauplan)
  • Hunderte Mitochondrien (Glucose-Kraftwerke, Fettsäure-Kraftwerke, Lebewesen in Symbiose, autarke Vermehrung, eigene DNA, matrilinear)
  • Plastide (Glucose-Produzenten, autarke Vermehrung)
  • Endoplasmatisches Retikulum (Transporteur)
  • Ribosomen (Eiweißherstellung)

Zellen bestehen zu 77 % aus Wasser, zu 14 % aus Proteinen (Eiweißen) und zu 9 % Nukleinsäuren (DNA und RNA), Salzen und Polysachariden. Zellen enthalten ihren Zell-Bauplan, gennant Chromosomensatz oder Genom. Gene sind Chromosom-Abschnitte. Sie bestehen aus DNA, Informationen zur Generierung der mRNA, die wiederum Proteine herstellt.

Das Alphabet der DNA besteht aus 4 Zeichen: G, A und T, C
das der RNA aus den Zeichen G, A, und U, C.

  • Jeweils 2 Zeichen bilden ein Basenpaar (2 Bit, also 4 Werte: GU, GC, AU, AC).
  • Je 3 Basenpaare bilden ein WortCodon genannt (6 Bit, also 64 Werte).

Die 4^3= 64 verschiedenen Basen-Tripletts der mRNA (Codon) kodieren 22 α-Aminosäuren. Bei der Proteinbiosynthese ist ein Codon (das AUG) gleichzeitig Kennzeichen für den Start der Kette aus Aminosäuren (Protein), drei andere (UAG, UGA UAA) schließen die Synthese des Proteins ab. Statistische Analysen haben ergeben, dass der Code sehr stark optimiert ist. Alle bekannten Lebewesen verwenden diesen Code, nur bei Mitochondrien sowie einigen Bakterien und Pilzen ist er leicht abgewandelt.

Meist 100 – 300 Worte (Codons) bilden einen SatzGen genannt, und sind Baupläne für Proteine. Man hat etwa 23.700 solcher Sätze im menschlichen Erbgut gefunden, diese kodieren auf noch nicht geklärte Weise allerdings ein Vielfaches an Proteinen. Das menschliche Proteom besteht aus mehr als 500.000 Proteinen.

Ein kurzes Protein ist beispielsweise Hämoglobin, welches aus 146 Aminosäuren zusammengesetzt ist, ein sehr verbreitetes längeres ist Kollagen, welches aus 1055 Aminosäuren besteht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Hämoglobin zufällig bildet, liegt bei 1:10^190, dass Kollagen spontan entsteht, ist so gut wie unmöglich. Für die Funktion eines Proteins ist nicht nur die korrekte Reihenfolge der 20 Aminosäuren wichtig, sondern auch die korrekte Faltung der Kette.

  • Etwa 1000 Sätze bilden ein Kapitel, Gen-Faden oder Chromosom genannt. Es hat die Form einer Doppelhelix.
  • Alle Kapitel zusammen bilden das BuchGenom genannt.

Das Genom des Menschen ist ein Buch mit 23 Kapiteln, 23.700 Sätzen und gut 3 Milliarden Worten.

Ein gewöhnliches Buch hat pro Seite etwa 250 Worte, so dass man 13.000 Bücher mit jeweils 1000 Seiten zum Abdrucken des Genoms bräuchte.

Allerdings ist ein Genom bei weitem nicht so einfach zu lesen wie ein Buch. Es ist in einer unbekannten Sprache geschrieben, die erst noch entschlüsselt werden muss. Die Hoffnung der Wissenschaftler auf nachvollziehbare Beziehungen zwischen Genen und körperlichen Merkmalen, auch Krankheiten, wurden enttäuscht. So bestimmen zum Beispiel bei der Körpergröße des Menschen rund 700 verschiedene Gene 80 Prozent des Größenkorridors.

Die 46 Gen-Fäden einer einzelnen menschlichen Zelle haben zusammen eine Länge von immerhin 2 Metern. Alle Gen-Fäden sämtlicher Zellen eines Menschen zusammen haben aneinander gelegt eine Länge von 1 AE (Astronomische Einheit).

  • Jeder Mensch ist einzigartig, selbst dann, wenn es zwei Menschen mit gleichem Erbgut gäbe, was jedoch nicht einmal bei eineiigen Zwillingen der Fall ist.
  • Die Anzahl der Chromosomen bedeutet nicht viel: Menschliche Zellen haben 23, die Zellen einer Fliege haben 4 bis 8 und die einer Katze 38 Chromosomen, die Zellen eines Huhnes und auch die eines Hundes haben 78 Chromosomen, ein Schachtelhalm gar 216.
  • Bei den Wühlmäusen hat man entdeckt, dass ihre Chromosomenzahl zwischen 17 bis 64 variiert, obwohl sie äußerlich nicht zu unterscheiden sind.

Das menschliche Gehirn besitzt etwa 86 Milliarden Nervenzellen, die durch etwa 100 Billionen Synapsen eng miteinander verbunden sind. Durchschnittlich ist ein Neuron demzufolge mit 1000 anderen Neuronen verbunden und könnte von jedem beliebigen anderen Neuron aus in höchstens vier Schritten erreicht werden. Es verarbeitet bis zu 2.500 GB pro Sekunde bei einer Leistungsaufnahme von nur 15 bis 20 Watt. Die dafür benötigte Energie kann mit täglich 120 g Glucose bereitgestellt werden.